Goliathwatch beim Bürgerforum

Bei unserem letzten Treffen am 2. Oktober haben wir viele interessante Informationen aus dem Bereich der Wirtschaft von Thomas Dürmeier, dem Gründer von Goliathwatch, erhalten. Es gibt zum Beispiel 4 große Konzerne in allen Lebensmittelbereichen, die den jeweiligen Markt wie in einem Kartell dominieren und Preisabsprachen treffen. Bei den sozialen Medien ist dies sogar noch extremer. Google hat z.B. einen Marktanteil von 90%, was einem Monopol gleichkommt… Ähnlich ist auch der CO2 Ausstoß bei wenigen Großkonzernen konzentriert. RWE produziert beispielsweise 0,5% des globalen CO2 Ausstoßes… Gleichzeitig gibt es kaum Klagen beim Bundeskartellamt. Vor Goliathwatch hat dort noch nie eine NGO eine Anfrage gestellt. Und auch die Bürger wissen nicht um die dramatischen Umstände in der Wirtschaft. Dies kann man aber auch leicht damit erklären, dass die Journalisten auch nur arbeiten um Geld zu verdienen, und niemand ist wirklich bereit für Konzernkritische Nachrichten zu zahlen. Gleichzeitig ist es eine sehr kostengünstige Methode für Konzerne andere Projekte oder Kritiker über die Medien zu diskreditieren. Für den Menschen gefährlich ist auch das Patentieren von Pflanzen und Samen. Viele Bauern sind so schon in eine gefährliche Abhängigkeit geraten (auch durch die Software, die sie benutzen). Insbesondere die Fusion von Konzernen wie Bayer und Monsanto zeigt, dass diese Abhängigkeit auch unbedingt gewollt ist.

Neben der Aufklärung ist es für Goliathwatch auch wichtig Alternativen zu leben, Widerstand und Protest zu leisten und Mehrheiten zu finden (https://goliathwatch.de)

Nachbesprechung/Diskussion zu den Entwicklungen im Stadtteil (Frage 1)

So wurden die verschiedenen Aussagen gewertet…

Zu der Frage wie die Entwicklungen im Stadtteil wahrgenommen werden, haben sich 3 verschiedene Forderungen herauskristallisiert:

  1. mehr Orte der Begegnung für mehr Miteinander und Mitbestimmung (25 Punkte)
  2. mehr bezahlbarer Wohnraum und mehr Gewerbevielfalt (21)
  3. mehr Umweltbewusstsein (19)

Bei der Nachbesprechung am 15. Mai haben wir folgende Ideen zusammengebracht:

Zu 3.: Möglichkeiten die wilde Vermüllung im Stadtteil einzuschränken:

  • Vermüller wenn es geht möglichst direkt ansprechen
  • Den Meldemichel benachrichtigen (z.B. bei überquellendem Mülleimer)
  • Den Ordnungsdienst/das Stadtteilbüro/den Stadtteilrat (Lokalpolizist) informieren
  • Hinweisschilder aufstellen, dass es nicht erlaubt ist Müll zu entsorgen (hier der Link zum Bußgeldkatalog)
  • Mehr Sprüche/Grafiken auf Mülleimer malen
  • Eine Ausstellung zu „Müll auf dem Dulsberg“ organisieren (z.B.bei Dulsart) um das Bewusstsein für das Thema zu stärken
  • Beleuchtung öffentlicher Plätze, Installation von Wasserspielen

Weitere Möglichkeiten um das Grün im Stadtteil besser zu nutzen:

  • Mundraub.org nutzen
  • Patenschaften für Grünstreifen übernehmen (an Bezirk wenden)
  • Blumensamen/Seedbombs im Stadtteil wild pflanzen
  • Fordern dass ein Trimm dich Pfad/ Fitnessgeräte im Grünstreifen installiert werden (z.B. vor dem Stadtteilrat)

Zu 2.: Um sich gegen die steigenden Mieten zu wehren haben wir folgende Ideen zusammengebracht:

  • bei Mieter helfen Mietern anmelden (besser noch als Mieterverein)
  • Mit anderen Mietern zusammentun
  • Eine soziale Erhaltungsverordnung für den Dulsberg einfordern

Die Soziale Erhaltungsverordnung in Kombination mit der Umwandlungsverordnung ist die einzige vom Gesetzgeber vorgesehene Möglichkeit, aufwändige Modernisierungen zu begrenzen und vor allem spekulative Umwandlungs- und Verkaufstätigkeiten stark einzuschränken.

https://www.hamburg.de/soziale-erhaltungsverordnungen/

Zu 2. : um die Gewerbevielfalt im Stadtteil zu erhöhen, wollten wir zunächst eine Liste erstellen mit dem bereits ansässigen Gewerbe und dann einen Abgleich machen mit dem Gewerbe, dass wir als wünschenswert im Stadtteil ansehen, welche Orte auch als Begegnungsstätten fungieren könnten (siehe 1.)…

Zu 1.: um an Räumlichkeiten zu kommen muss zunächst der dringende Bedarf hierfür erkenntlich sein. Dann wäre es wichtig in den bestehenden Gremien des Stadtteils (Stadtteilrat) Präsenz zu zeigen. Schließlich sollten wir versuchen an Fördergelder heran zu kommen (Verfügungsfonds; Fördermittel der Stadt/ des Bundes/der EU ….)

Innovative Ideen für mehr Demokratie

Anbei ein interessantes Interview auf KenFM über den Macher der App ‚Democracy‘.

Interessant ist auch das Projekt ‚Omnibus für mehr direkte Demokratie‘. Der OMNIBUS ist von April bis November unterwegs. Er fährt in circa 100 Städte im Jahr, und nimmt am Unterricht an Schulen und zahlreichen Veranstaltungen teil….

Mehr Demokratie e.V. startet zudem den Bürgerrat Demokratie in Deutschland. Bis zum 18. Mai kann man sich hier anmelden. In sechs Städten (Erfurt, Schwerin, Koblenz, Gütersloh, Mannheim, München) treffen jeweils rund 60 Menschen aus der Bürgerschaft und aus der Politik aufeinander. Ihr Thema: Wie steht es um unsere Demokratie? Braucht sie ein Update? Was ist zu bedenken, wenn man die parlamentarische Demokratie um direkte Demokratie und Bürgerbeteiligung ergänzt?

Mehr Infos zum Thema Bürgerbeteiligung auf meiner Seite findest du hier.

Am 10. und 11. Mai gab es zudem eine interessante Konferenz in Weimar zur Postwachstumsstadt. Auf deren Plattform werden die Ergebnisse hiervon veröffentlicht und ein digitaler Austausch mit anderen Interessierten ermöglicht…

Ist eine Stadt denkbar, die von ökonomischen Wachstumslogiken entkoppelt ist? Und wird diese letztlich ‚by design or by disaster‘ realisiert? Wie können urbane Räume und Gesellschaften unter und jenseits von ökonomischen Wachstumszwängen so gestaltet werden, dass allen ein gutes Leben ermöglicht wird?
Die radikale sozial-ökologische Transformation städtischer Räume und Gesellschaften.
Plattform für Vernetzung, Termine, Arbeitsgruppen, Diskussionen.

Es folgt bald noch mehr … Weitere Hinweise zu interessanten Links und Projekten sind willkommen!

Bürgerrat Neumünster zu Besuch auf dem Dulsberg

Am 25.4. war Jochen Rathjen, Initiator des Bürgerrates Neumünster zu Besuch auf dem Dulsberg im Nachbarschaftstreff. Neumünster hat ca. 80.000 Einwohner und ähnlich viele Geringverdiener und Nichtwähler wie der Dulsberg. Der Bürgerrat soll nach dem Model der Planungszellen von Prof. Dienel. Bisher wurde ein Info-Café abgehalten und ein Flyer an 25.000 Haushalte versandt. Anbei ein Video und ein Radiobeitrag:

Zur Notwendigkeit der Installierung eines solchen Bürgerrates schreibt er folgendes: Wer verhindern will, dass immer mehr Menschen den Lockrufen der rechtspopulistischen Rattenfänger folgen, kann nicht einfach mit letztlich erfolglosen Projekten von oben und außen so weiter machen, wie schon seit 20 Jahren. Es müssen neue Wege her, die die Politik zu den Menschen bringt. Diese wollen gehört werden und ihre Wirksamkeit erfahren, also selbst mitgestalten. Dafür drängt sich die Neuschöpfung eines Rates aus der Mitte der Gesellschaft förmlich auf. Zu erreichen durch die konsequente Weiterentwicklung der teilhabenden (partizipativen) Demokratie.“

Zur Veranschaulichung der Wirkungen eines Bürgerrates hat uns Jürgen zwei Zeichnungen über das Konzept eines Bürgerrates vorgestellt, die gerne etwas genauer studiert und zur Diskussion gestellt werden können… Viel Spaß! 🙂

Die (Ohn-)Macht der Stadtteile in Hamburg

Aus dem Newsletter Von Mehr Demokratie e.V. Hamburg vom 16.11.2018:

Wer aus einem anderen Bundesland nach Hamburg zieht, staunt darüber, dass die Bezirke in Hamburg so viel weniger selbst entscheiden können als jede Landgemeinde anderswo. Sie sind nicht viel mehr als Verwaltungseinheiten des Senats. Bezirksversammlungen werden zwar gewählt, aber ihre Beschlüsse können jederzeit vom Senat gekippt werden. Auch Bürgerbegehren und Bürgerentscheide leiden darunter. Wir haben diese Thematik ausführlich in unserer Broschüre (https://hh.mehr-demokratie.de/publikationen/broschuere-20-jahre-buergerbegehren-und-buergerentscheide-in-hamburg/) behandelt – ein Muss für jeden lokalpolitisch Interessierten in Hamburg.

Immer mehr Bürgerinnen und Bürger finden das nicht in Ordnung, und so macht sich das Initiativen-Netzwerk „Altonaer Manifest“ dankenswerter Weise auf den Weg, diesen Demokratie-Makel anzugehen. Kürzlich lud es zu einer Veranstaltung, auf der Joachim Lau aus unserem Landesvorstand die Problematik erläuterte. Hier ein Bericht: https://altonaer-manifest.de/aktuelles.php

Der Auftakt endete mit einer Resolution, die ohne Gegenstimmen (bei vier Enthaltungen) angenommen wurde:

„Wir, die Anwesenden der Veranstaltung „Aufbruch für kommunale Rechte im Bezirk“, beschließen, überall in Hamburg eine Kampagne einzuleiten, deren Ziel es ist, mittels eines Volksentscheides die Hamburgische Verfassung dahingehend zu ändern, dass die kommunale Selbstverwaltung in den Bezirken und Stadtteilen gesetzlich verankert wird.

Wer ein Bürgerbegehren starten will, kann sich direkt an Mehr Demokratie wenden: https://hh.mehr-demokratie.de/themen/direkte-demokratie/buergerbegehren/beratung/

Anbei noch ein Link zu einem von Mehr Demokratie e.V. entwickelten Leitfaden für Bürgerbegehren in Hamburg: https://www.mehr-demokratie.de/fileadmin/pdf/merkblatt-hh-2006.pdf

Protokoll vom Kneipengespräch im Café May am 20.2.

Kneipengespräch vom 20. Februar 2019 im Café May in Dulsberg
Anwesend: 11 Personen
Moderation: Falk Sluga & Natalia Möbius
Protokoll: Natalia Möbius

Thementisch „Mobilität“

„Wenn ich König*in von Hamburg wär’…:

  • Ausbau der Fahrradwege
  • Stadtbahn in Altona
  • Kohlekraftwerk Moorberg abschalten
  • Reparatur der Fahrradwege
  • Fahrradgaragen bauen
  • Mehr Bahn- und Buslinien
  • Straßen- und Stadteilschilder besser pflegen
  • Überall Tempo 30
  • 365 Euro Jahresticket (HVV) / oder kostenlos
  • Renovierung der Fußwege
  • Glascontainer von den Radwegen wegschaffen *Autofrei innerhalb Ring 1
  • Parkflächen reduzieren

Wichtigstes Thema: Neues Verkehrskonzept für Hamburg

  • Gesamtkonzeption für alle Verkehrsteilnehmer
  • Flächenverteilung gerechter machen und steuern
  • Autofahren unattraktiver gestalten – höhere Steuern/Gebühren
  • Alternative Angebote verbessern

Weitere Themen:

  • ÖPNV verbilligen
  • Autoverkehr verlangsamen
  • Stellplätze reduzieren
  • Bahnbrücke Barmbek säubern
  • Tempo 30-Zonen überall
  • Einen Fahrradweg in der Krausestraße
  • Radschnellweg ins Zentrum

Thementische „Soziales“

„Wenn ich König*in von Hamburg wär’…:

  • Wohnungen für alle
  • Mehr Bäume
  • Solidarische Landwirtschaft (Essbare Stadt)
  • Autofreie Stadt
  • Direkte Demokratie (Solidarisches Hamburg)

Wichtigstes Thema: Solidarisches und Demokratisches Hamburg (Gemeinschaftliche Räume schaffen)

  • Baugenehmigungen anpassen
  • Gemeinsam Essen (Stadtteilkirche)
  • Übergreifendes Generationen- und Kulturen-Angebote
  • Bürgerrat/Bürgerbeteiligung
  • Foodsharing & Carsharing
  • Urban Gardening

Protokoll vom Kneipengespräch bei Edda´s am 7.4.

Kneipengespräch am 7. April 2019 in Edda’s Eiscafé auf dem Dulsberg 
Anwesend: 9 Personen 
Moderation: Markus Birzer 
Protokoll: Markus Birzer

Anmerkung:

Das Kneipengespräch wurde von einem Teilnehmer aus dem ersten Kneipengespräch auf dem Dulsberg im Café May initiiert. Der Austausch sollte fokussiert werden auf das Themenfeld „Bürgerbeteiligung“. Daher gab es keine Thementische.

„Wenn ich König*in von Hamburg wär’…:

  • bessere Fahrradwege
  • sozial schwache fördern
  • Autoverkehr abschaffen
  • Elektromobilität einführen
  • zur Tafel gehen ist entwürdigend!!!
  • Hundeleinenpflicht
  • Autotuning wegen Lärmbelästigung verbieten
  • alternative Mobilität zum Autoverkehr fördern
  • Löhne und HartzIV an die wirtschaftlichen Verhältnisse anpassen!
  • besseres Schulsystem, z.B. kleinere Klassen, mehr Lehrer
  • Förderung von ehrenamtlichen Tätigkeiten durch Bezahlung, Schulung, Bildungsurlaube
  • mehr Kunst im öffentlichen Raum, z.B. bei HVV
  • Zeitarbeit verbieten
  • Begründung von Gebäuden
  • keine Schiffe mehr mit Benzin
  • finanzielle Würdigung von sozialen Berufen
  • Obst- und Gemüsebäume pflanzen
  • keine sterile Wiesen
  • zu viele Friseure in Dulsberg, aber keine Drogerie
  • interkulturelle Feste
  • Übernahme aller medizinischen Kosten (Zahnarzt, alternative Medizin…)
  • Vereinsamungen entgegenwirken
  • Schrebergärten erhalten!
  • höhere Strafen für Raser
  • kostenlose Bildungsangebote
  • mehr Uniplätze, bessere Vorbereitungsmöglichkeiten fürs Studium
  • Strom und Wasser kostenlos
  • Internet kostenlos
  • Arbeitsrechte einhalten
  • Förderung von Gartenprojekten/Gemeinschaftsgärten
  • schönere Häuser
  • einen aufklärerischen Artikel der ZEIT über HartzIV, die oft psychisch belastet sind
  • mehr Plätze für freie Gärten
  • mehr freien Platz an der Elbe
  • Kanäle säubern
  • Schutz und Unterstützung von Flora und Fauna! [Anmerkung: Diese Punkte wurden alle von einer Frau geschrieben!]
  • Plastik zum größten Teil verbieten
  • freier Zugang zu Kultur, Bildung und Sport für sozial Benachteiligte
  • HVV kostenlos
  • Hundehalterführerschein für Hundebesitzer
  • Besseres Bus-/Bahnangebot
  • Freistellung von der Arbeit für soziales Engagement und umweltpolitisches Engagement
  • weniger Eigentumswohnungen
  • Mieten senken
  • Strafen für Leute, die Abfall auf den Boden werfen
  • Grundeinkommen für alle!
  • Förderung von Nachhaltigkeit
  • … würde ich Cannabis legalisieren
  • mehr Kunstprojekte fördern und hässliche Gebäude verschönern
  • Eine Balkon-/Terrassenpflicht für Vermieter
  • HVV kostenlos
  • Spielhallen verbieten
  • keine Klinkerbauten mehr
  • fahrscheinfreier ÖPNV
  • Freifunk überall
  • bessere Bahnanbindungen, dann können dort Wohnungen gestellt werden (keine Verdichtung mehr)
  • Dulsberg-Schwimmbecken/ Planschbecken im Grünzug wieder herstellen
  • ÖPNV kostenlos für Hamburger
  • Innenstadt für Verkehr sperren
  • mehr Farbe, z.B. Bahnhof rot anstreichen
  • jeweils einen Block, ein Haus in eine Kommune umwandeln
  • Nachbarschaften stärken
  • Mitspracherecht bei sozialen Entscheidungen im Stadtbezirk bzw. auf Bundesebene
  • Ein mehr Miteinander statt Nebeneinander
  • kostenlose Mitgliedschaft im Sportverein und Kulturvereinen
  • Änderungen von Gesetzen in Form von Bürgerbeteiligungen und Volksbegehren
  • Bezahlbare Mieten
  • Mitspracherecht bei politischen und sozialen Entscheidungen
  • Verpackungen besteuern
  • verpackungsfreie Geschäfte/Supermärkte in jedem Stadtteil
  • mehr Freizeitangebote in Dulsberg
  • mehr Kunst in Dulsberg
  • stärkere Vermischung der Stadtteile: Kinder aus bevorzugten Stadtteilen gehen in Schulen aus benachteiligten und andersherum
  • Flughafen schließen, als Freizeitort nutzen
  • mehr öffentliche und kostenlose Orte
  • Reichensteuer
  • mehr Licht auf Bürgersteigen, Sicherheit
  • Barrierefreiheit
  • private Kreislaufwirtschaft
  • HVV gratis
  • kein Klinker
  • Karthographie über Kopf
  • keine E-Autos, neues Mobilitätskonzept
  • Kein 5G
  • Initiativen bündeln

Wichtige Punkte zum Thema Bürgerbeteiligung:

  • Es sollte ein Internetforum geben für Bürgerbelange und dieses sollte/muss von der Regierung beachtet werden! Z.B. so wie das von der „Zeit“, am besten noch unterteilt in Regional und Überregional
  • Das Volk muss gehört und ernst genommen werden, denn DAS wäre eine Demokratie!
  • Einwohnerbefragung
  • Ansprechpartner sichtbar machen
  • alle Bevölkerungsgruppen erreichen
  • Bürger motivieren
  • Initiativen bündeln
  • Vorantreiben: ein mehr Miteinander statt nur ein Nebeneinander
  • Mitspracherecht bei sozialen und politischen Entscheidungen der Bürger
  • Beteiligung von jungen Menschen und Leuten mit ausländischen Wurzeln
  • Möglichkeiten finden, um Menschen/Bewohner zu erreichen
  • Öffentliche Räume schaffen, die Treffpunkte sein können, ohne dass etwas bezahlt werden muss (z.B. Getränke), wo Aktionen stattfinden können
  • Ist Bürgerbeteiligung überhaupt sinnvoll? Können wir wirklich etwas ändern? Gibt es vielleicht Beispiele,, nicht nur Traumschlösser?
  • Informationen für Bürger im Stadtteil, über Veranstaltungen oder Bürgerforum durch Plakate
  • Mehr Angebote, wo sich Bewohner des Stadtteils einbringen/beteiligen können. So hat jeder das Gefühl wichtig zu sein und auch etwas im und für seine Umgebung tun zu können
  • Weg von der schönen Vorstellung von jeder darf mitbestimmen hin zu tatsächlichen, nachprüfbaren, nachvollziehbaren Mit-Mach-Strukturen
  • es braucht mehr als formelle Bürgerbeteiligung (wie durch Stadtteilräte/Quartiersbeiräte)
  • die Methode, wie Bürgerbeteiligung gemacht wird, ist wichtig → die Bürger sollten zufällig gewählt werden und für max. 2 Jahre in einen Bürgerrat
  • es braucht Räume (nicht kommerzielle) damit sich Menschen aus dem Stadtteil treffen können
  • Auf Stadtteilebene sind Bürger kompetenter als Politiker
  • die Leute brauchen mehr Zeit/Geld, um sich für Politisches zu interessieren

Weitere wichtige Themen:

  • Bezahlbare Mieten sollten im Verantwortungsbereich der Bezirksämter liegen
  • Umweltbelange vorantreiben. Saubere Luft, weniger Straßenverkehr
  • Kunst und Kultur fördern in Dulsberg ohne lästige Bürokratie
  • Mehr Sonnenstrahlen
  • Glasflaschenverbot auf dem Dulsberg
  • Cannabis legalisieren! – wie in den Niederlanden

Staging Democracy

Das LICHTHOF Theater machte der Demokratie in der Spielzeit 2017/18 ein Angebot, das sie nicht ablehnen konnte: Die Bühne wurde zum Versammlungsraum, zur Demokratie-Fabrik, in der HamburgerInnen miteinander diskutierten. Über ‚Dinge, die die Stadt betreffen‘ – so lautet die wörtliche Übersetzung des Begriffs Politiká.

STAGING DEMOCRACY untersuchte, ob das Konzept der aleatorischen Demokratie – die Auslosung von „Politikern auf Zeit“ nach dem Vorbild des alten Athens – die Chance birgt, unser aller Demokratiebegeisterung wiederzubeleben. Dementsprechend folgten wir dem Vorbild des alten Athens. Dort war es selbstverständlich, dass jeder Bürger für eine begrenzte Zeit politische Verantwortung übernahm – und zwar nach dem Zufallsprinzip: Das Los bestimmte. Dieses Prinzip machte sich STAGING DEMOCRACY zueigen: Beim DEMOKRATISCHEN ROULETTE wurde den Hamburgerinnen ein politisches Fachgebiet zugelost, in das sie sich selbständig einarbeiteten. Bei Bedarf wurden Sie dabei von der Bücherhalle Altona unterstützt. In einer der Versammlungen – den so genannten FACTORIES – verhandelten die Bürgerinnen dann ihr neues Spezialgebiet.

https://www.ronzimmering.de/inszenierungen/staging-democracy/

‚Hamburg besser machen‘ bei Edda´s Eiscafé

Meiner Bitte nachgehend, aufgrund des Bürgerforums am 12.5. noch ein Kneipengespräch auf dem Dulsberg zum Thema Bürgerbeteiligung stattfinden zu lassen, hat Markus Birzer, Experte für Bürgerbeteiligung in Hamburg, dieses Extratreffen ermöglicht. Von 16-18 Uhr haben wir so bei Edda`s Eiscafé auf dem Strassburger Platz zum Thema Bürgerbeteiligung diskutieren können. Im Mai folgen die Akademien um die besten Ideen für die Abschlusskonferenz am 11. Juni herauszufiltern. Diese sollen dann im Körber Forum mit Vertretern der Hamburger Politik diskutiert werden. Das Protokoll zu diesem Nachmittag kann hier nachgelesen werden:

https://www.hamburgbessermachen.de/kneipengespraech/2019-04-07

Das Bürgerforum Dulsberg lädt am 12.5. in den Kulturhof zu einem Demokratieexperiment zum mitmachen ein!

"Wie bekommen wir den Dulsberg CO2-Neutral?"
"Heißt Demokratie alle 4-5 Jahre wählen gehen?"
"Wer ist noch für eine Reaktivierung des Planschbeckens im Grünstreifen?!

Exakt zwei Wochen vor den EU- und Bezirkswahlen will das Bürgerforum Dulsberg den Bewohnern, und dem Dulsberg verbundene Menschen, die Möglichkeit geben selbst aktiv zu werden, mit anderen Bewohnern ins Gespräch zu kommen und ihre Wünsche über zukünftige Entwicklungen im Stadtteil zu äußern. Im der Politik werden viele Entscheidungen getroffen, die die BürgerInnen nicht wirklich wollen. Manche drängenden Probleme, wie zum Beispiel der Klimawandel, werden nicht angepackt. Viele fühlen sich machtlos und sehen keine Möglichkeit sich selber in Entscheidungsprozesse mit einzubringen. Dies führt zu Frustration bei den Bürgern, die sich nicht nur durch Bewegungen wie Fridays for future zeigt, sondern auch durch eine sinkende Wahlbeteiligung und eine Zunahme von Protestwählern. Dies ist insbesondere auf dem Dulsberg ersichtlich, wo es bei der letzten Bürgerschaftswahl eine Wahlbeteiligung von nur 42,7% gab.

Dem soll das Bürgerforum entgegen wirken. In Kleingruppen werden Fragen zum Stadtteil diskutiert und die Ergebnisse später gewertet. Das Ganze wird von einer professionellen Moderation durch Wolfgang Scheffler und Expertenvorträgen begleitet. Der gemeinsame Austausch und der Spaß an der Sache steht dabei im Vordergrund. Für ein gemeinsames Mittagessen ist ebenfalls gesorgt. Bei Bedarf kann auch eine Aufwandsentschädigung und eine Kinderbetreuung sichergestellt werden. Um eine hohe Effizienz des Treffens zu gewährleisten, ist die Teilnehmerzahl jedoch auf 25 Personen begrenzt. Es wird zudem darauf Wert gelegt, dass die Teilnehmer möglichst auch die verschiedenen Bevölkerungsgruppen abbilden und somit repräsentativ für den Stadtteil sind. Um eine verbindliche Anmeldung mit Angaben zu Name, Alter und Beruf unter buergerforum-dulsberg@mail.de, wird gebeten (die Anmeldefrist ist aufgehoben).

Die offizielle Einladung mit den Fragen denen wir uns widmen wollen..